Tempo? Reflexionen über Geschwindigkeiten

Tempo? Reflexionen über Geschwindigkeiten

18.09. bis 28.11.2021

Lange Zeit verband man die kontinuierlich steigende Geschwindigkeit mit Moderne und Fortschritt und das Lebenstempo steigerte sich bis hin zum rasenden Stillstand (Paul Virilio). Inzwischen wird am Sinn und Nutzen einer immer weiter zunehmenden Beschleunigung vielfach gezweifelt und längst herrscht das Bedürfnis nach zumindest zeitweiser Entschleunigung. 2020 erzwang die Corona-Pandemie vielfach einen plötzlichen Stillstand, der unser an die Schnelligkeit gewöhntes Zeitempfinden aufs Neue irritierte.
Die Ausstellung stellt zeitgenössische Positionen zusammen, die sich mit den unterschiedlichen Facetten verschiedener Geschwindigkeiten befassen. Die teilnehmenden Künstler*innen reflektieren die ständige Zeitknappheit, das Rasen und den Geschwindigkeitsrausch aber auch das Warten und Innehalten. Der abschließende Blick auf eine Zeitspanne, die die menschliche Lebenszeit weit übersteigt, relativiert wechselnde persönliche Zeiterfahrungen.

Mit Arbeiten von Werner Alt, Caro Jost, Susanne Neumann, Stefan Rohrer, Verena Seibt, Aleksandra Signer, Clea Stracke, Stefanie Unruh und Olaf Unverzart