Lichtspiele. Kino und Film im Brucker Land von den Anfängen bis zum Siegeszug des Fernsehens

Lichtspiele. Kino und Film im Brucker Land von den Anfängen bis zum Siegeszug des Fernsehens

18.06. bis 31.10.2021

Eröffnung: Donnerstag, 17. Juni
Ausstellung: Freitag, 18. Juni – Sonntag, 31. Oktober 2021

Noch bevor es Kinos gab, faszinierten die Schaubuden auf den Jahrmärkten ihre Besucher*innen mit einer optischen Täuschung: den von Hand bewegten dreidimensionalen Bildern der Stereoskope. Die Projektion bewegter Bilder wurde erst 1896 mit den Cinématographen der Gebrüder Lumière möglich. Auch dieses neue Medium fand seinen Platz zunächst auf den Jahrmärkten, bis dafür in den 1920er Jahren eigene Filmtheater gebaut wurden. Gerade auf dem Land spielten aber auch die Wanderkinos und Vorführungen in den Wirtshäusern eine wichtige Rolle.

Die Ausstellung zeichnet die Entwicklung vom Schaubuden-Stereoskop bis zur Krise der Kinos in den 1960er Jahren nach. Miterzählt wird dabei die Geschichte des Films, in der auch regionale Akteure eine Rolle spielten. In Fürstenfeldbruck und Gröbenzell wirkten die Drehbuchautoren Franz Stefani und Reinhold Eichacker. In Puchheim gab es ein Film- und Fernsehstudio. Etwas außerhalb der Landkreisgrenzen, in Inning, hatte die Produktionsfirma Schonger ihren Sitz und in Gräfelfing drehten die Gebrüder Diehl ihre populären Puppentrickfilme. Und schließlich soll auch ein echter UFA-Star aus Emmering nicht vergessen sein: Renate Müller, deren glänzende Karriere viel zu früh endete.