Im Schein der Sterne. Geschichten vom Nachthimmel

Im Schein der Sterne. Geschichten vom Nachthimmel

11.04. bis 12.09.2021

Seit Jahrtausenden beobachten Menschen den Nachthimmel. Schon früh – vielleicht von Anfang an – erkannten sie Bilder in den Sternen, die ihre eigene Lebenswelt spiegelten. Jägerkulturen beschrieben Tiere in den wandernden Gestirnen. Frühe Kaiserreiche sahen in ihnen himmlische Dienstboten und Minister. Priester*innen und Philosoph*innen erklärten aus ihnen den Aufbau von Himmel und Erde. Künstler*innen schufen aus den Sternen mythische Figuren und Sinnbilder des menschlichen Schicksals.

Die Ausstellung im Museum Starnberger See erzählt Geschichten der Sternbeobachtung von der Frühzeit bis heute. Die Sterne verbinden dabei regionale Vergangenheit und Gegenwart mit fernen Kulturen.

Im Zentrum des historischen Teils der Ausstellung steht das Schlafzimmer der bayerischen Könige auf Schloss Hohenschwangau. König Ludwig II. ließ in dieses Zimmer einen künstlichen Sternenhimmel einbauen, um auch am Tage die Sterne leuchten zu sehen. Nach seinem Tod wurde die Konstruktion entfernt. Für die Ausstellung erstrahlen Ludwigs Sterne wieder – in einer Rekonstruktion.

Für den zeitgenössischen Teil der Ausstellung sind Künstler*innen eingeladen, in deren Werken die Sterne aus heutiger Sicht erscheinen. Die Kunstwerke stehen in einer Tradition der künstlerischen Deutung des Himmelsraums, die geprägt ist vom Spannungsfeld zwischen Erstaunen, Erkenntnis und Erfindung; zwischen bewahrender Ordnung und schwindelnder Dynamik; zwischen Naturwissenschaft und Übernatürlichem.

Teilnehmende Künstler*innen: Björn Dahlem *1974, Mischa Kuball *1959, Katarína Poliačiková *1982, Johanna Reich *1977, Susanne Rottenbacher *1969, Michael Sailstorfer *1979, Brigitte Waldach *1966, Johannes Wohnseifer *1967