Almboden und Torfsoden. Kalk, Torf, Lehm und Kies – Bodenformationen rund um das Ismaninger Moos

Almboden und Torfsoden. Kalk, Torf, Lehm und Kies – Bodenformationen rund um das Ismaninger Moos

08.05. bis 10.10.2021

Der weiße Alm, ein kohlensaurer Kalkboden, und der dunkle Torf des Mooses sind die beiden besonderen Bodenarten, die die Grundlage nicht nur der wirtschaftlichen Entwicklung Ismanings waren. Das Wort Alm leitet sich vermutlich vom Lateinischen terra alba (weiße Erde) ab. Die Almböden mit ihrem hohen Kalk- und Feuchtigkeitsgehalt sind wegen der guten Durchlüftung und nicht zuletzt der sie bedeckenden Lössablagerungen die Grundlage des seit 1509 urkundlich belegten Ismaninger Krautanbaus.

Am Rand der Almflächen bildeten sich Niedermoortorfe. Sie entstanden überall dort, wo der hohe Grundwasserspiegel den mikrobiologischen Abbau der Pflanzenreste verhinderte, indem er sie vom Sauerstoff der Luft abschnitt. Da die Pflanzen so nicht in ihre anorganischen Bestandteile zerfielen, blieb der Kohlenstoff weitgehend erhalten. Nach 1800 begann man den Torf abzubauen, um ihn als Heizmaterial zu nutzen. Aus den weiten Moosflächen wurden neue Kulturflächen.

Neben Alm und Torf sind der Kies der Isar und die Ausläufer der Münchner Lößlehmzunge charakteristische Bodenarten. Ohne sie hätte es in Ismaning weder Krautbauern oder Torfstecher, noch Ziegel- und Kalkbrenner gegeben, die die Geschichte und Entwicklung des Ortes entscheidend prägten.