Sonderausstellung: Hell & Dunkel. Kunst- und Kulturgeschichte in neun Museen

Vor 25 Jahren wurde der Museumsverbund Landpartie–Museen rund um München gegründet – Anlass für die beteiligten Museen, das Jubiläum 2021 mit einer gemeinsamen Ausstellungsreihe zu begehen. Im inzwischen siebten Projekt wird Hell & Dunkel als Gegensatzpaar aus anthropologischer, naturkundlicher und gesellschaftlicher Sicht ausgeleuchtet und zu regionalen bzw. lokalen Gegebenheiten und Entwicklungen in Beziehung gesetzt.

Den Auftakt macht das Museum Starnberger See mit einer Erkundung des nächtlichen Sternenhimmels. Der Blick ans Firmament ist so alt wie die Menschheit selbst und findet seine Fortsetzung in Positionen der Gegenwartskunst. „Von unten“ betrachtet dagegen das Schlossmuseum Ismaning die Entwicklung des Orts und macht deutlich, dass die Beschaffenheit seiner weißen Alm- und schwarzen Torfböden jahrhundertelang die entscheidende Grundlage seiner Existenz bildete. Technik- und Kulturgeschichte verbinden die Ausstellungen im Museum Fürstenfeldbruck, die die Erfindung und Nutzung des elektrischen Lichts und ihre Folgen für unseren Alltag aufzeigen. Ergänzend präsentieren eindrucksvolle Schwarzweißfotografien im Kunsthaus Industriedenkmäler und Maschinen, die im Zusammenhang mit der Elektrizität entstanden. Um die Nutzung des elektrischen Lichts geht es auch im Bauernhofmuseum Jexhof, wo die Geschichte des Lichtspiels bzw. des Kinos mit Blick auf ihre Akteure in der Region erzählt wird. Das für die Künstler*innen elementare natürliche Licht, das die Impressionisten im Wechsel der Stimmungen auf die Leinwand bannten, steht im Mittelpunkt der Ausstellung in der Gemäldegalerie Dachau, die besonders die süddeutschen Maler*innen in den Blick nimmt. Zeitgenössische Papierschneidekunst im Spiel mit Licht und Schatten ist in der Neuen Galerie Dachau zu sehen. Hell und Dunkel als weltweit gültige Metapher für Gut und Böse, Glück und Unglück führt das Bezirksmuseum Dachau in seiner Ausstellung über Märchen und Sagen vor. Und im Museum Erding bringen neue historische Erkenntnisse über die Zwangsarbeit ein dunkles Kapitel der Stadtgeschichte ans Licht.

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