Erleuchtet!

Erleuchtet!

02.07. bis 26.09.2021

Faszination elektrisches Licht

Seit jeher versuchen Menschen die Dunkelheit durch Licht zu vertreiben. Künstliche Lichtquellen machten die Nacht zum Tag und ließen Tätigkeiten zu, die in der Finsternis kaum oder gar nicht möglich waren. Der Wunsch, es hell zu haben wann und wo man wollte, trieb die Entwicklung des künstlichen Lichts mit der zunehmenden Industrialisierung im 19. Jahrhundert rasch voran. Ein Meilenstein in diesem Prozess war die Erfindung der Glühbirne. Nicht nur öffentliche Plätze, Theater oder Fabriken konnten nun erleuchtet werden, auch boten eigene Lichtquellen neue Möglichkeiten für einen Rückzug ins Private. Zugleich entwickelte sich auf hell erleuchteten Boulevards ein reges Nachtleben. Künstler waren fasziniert, ließen sich inspirieren und experimentierten mit Licht. Gemälde, Grafiken, Fotografien und Objekte zeigen, wie das allzeit verfügbare elektrische Licht unseren Alltag veränderte. Für Fürstenfeldbruck, das dank Oskar von Miller zu den ersten Orten mit einer zentralen Elektrizitätsversorgung gehörte, spielt der historische Kontext der Elektrifizierung eine besondere Rolle.

Schöner Strom. Fotografien von Karl-Heinz Rothenberger

Ohne Strom kein elektrisches Licht. Karl-Heinz Rothenberger setzt in analoger Kleinbildtechnik mit der Leica M7 „subjektiv durch das Objektiv“ die Ästhetik von Turbinen, Generatoren und Elektrizitätswerken in Szene. Die Schwarzweißfotografien vermitteln einen ganz individuellen Blick auf Industriedenkmäler und Maschinen rund um das Thema Energie. Dazu gehören auch die frühen Kraftwerke Oskar von Millers. Rothenbergers Fotografien sind Zeugnisse menschengemachter technischer Artefakte auf höchstem künstlerischem Niveau.