Dem MenschSein auf der Spur. Holzskulpturen von Andreas Kuhnlein

Kuhnlein_Schein und Sein_Ulme, Eiche

22.03. bis 18.08.2024 Kunsthaus

im Museum Fürstenfeldbruck

Die natürliche Eigenschaft des Materials Holz ist eine wesentliche Komponente der ästhetischen Aussage Kuhnleins. Kräftig und bewusst ruppig gestaltet er seine Menschenbilder mit der Motorsäge. Das Ein-, Auf- und Unterschneiden zerklüftet und entmaterialisiert den einstigen Hartholzblock.

Neben den Bedingungen des widerständigen Materials und der handwerklichen Technik entspringen Kuhnleins Holzskulpturen wesentlich auch der Spontanität seiner Inspiration. Es entstehen Werke von großer Eigenständigkeit, die den verletzbaren Menschen mit all seiner Zerrissenheit aber auch seiner Würde spürbar machen. Schicksale und das wahre Ich des Menschen berühren ihn. Neben Projekten mit Patienten der Psychiatrie und Häftlingen setzte er sich jüngst mit dem „Andachtsraum“ in Unterwössen für Missbrauchsopfer der katholischen Kirche ein.